Interview mit Jan Syurichu

Uns von „Dexter’s Log“ wird ja hin und wieder vorgeworfen, wir würden unseriös über irgendwelche Fansites berichten. Natürlich ist daran kein Stück wahr, doch nichts desto trotz, wollen wir etwas dagegen tun. Man könnte sagen, wir stoppen die Unseriosität, bevor sie beginnt. Ist das nicht toll?

Zu diesem Zweck dürfen wir euch heute weltexklusiv ein Interview mit Jan Syurichu präsentieren. Jan war von Juli 2011 bis Ende März 2012 Chefmoderator des „BisaCast 2.0“. Mit uns sprach er darüber, wie er dorthin kam, wie seine Zeit dort war und warum er das Team schließlich verlassen musste.

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Dexter’s Log: Hallo Jan. Seit beinahe zwei Monaten bist du nicht mehr Teil des BisaCast-Teams. Hast du dich selbst dazu entschlossen das Team zu verlassen, oder wurdest du „entlassen“?

Jan Syurichu: Leider war es mir nicht selbst überlassen diese Entscheidung zu fällen – Ich wurde rausgeschmissen. Wobei ich finde, dass wenn ich das erzähle, das immer so klingt als hätte ich irgendwas total schlimmes verbrochen :/

DL: Bevor wir zu den Gründen kommen, lass uns doch die Geschichte von vorn aufrollen. Im Juni 2011 wurde auf bisafans.de ein neues Team für den so genannten „BisaCast 2.0“ gesucht. Wie kam dein Entschluss dich dort zu bewerben?

Jan: Ich war schon seit der ersten Show des Retro-Cast begeisterter BisaCast-Fan und mein großer Traum war es damals einmal beim BisaCast dabei zu sein. Als Gast in einem alten Podcast an der Seite von K. und K. kam ich dann einmal in die Show und war hinterher so begeistert, dass mir klar war „arbeite hart, dann kommst du vielleicht auch mal irgendwann ins Team“. Als sich dann das Team auflöste, was ich aufgrund meiner Freundschaft zu K., dem Chefmoderator, aus erster Reihe mitkriegte, war ich bereits ganz oben auf der Liste für eine Übernahme der Projektleitung. K. kannte mich und meine Projekte, die ich parallel zum BisaCast am laufen hatte und traute mir den Posten durchaus zu – Einfach schnell eine Bewerbung getippert, Bewerbungsgespräch gehabt und tada: Syurichu goes BisaCast 2.0 – Das war wirklich toll! 🙂

DL: Zu diesem Bewerbungsgespräch: Wie lief das denn genau ab?

Jan: K., der ehemaliger Chefmoderator und D., sein damaliger Allrounder, haben unter den hunderten Bewerbern für die drei Kategorien die interessantesten herausgesucht, und diese zum Bewerbungsgespräch gebeten. Ursprünglich wollte K. jeden Bewerber zu einem 10-Minütigen Gespräch einladen, aber als ich ihm dann vorgerechnet habe, dass er sich damit auf einige Zeit seine Freizeit verballert, hat er nur diejenigen, mit den ordentlichsten Bewerbungen eingeladen. Man traf sich dann zu einer verabredeten Zeit – Ich war um 8:50 an einem Samstagmorgen dran – in Skype und wurde hinsichtlich Erfahrungen, Mobilität, Inspiration und der eigenen Person befragt. Auch gab es Rückfragen über Unklarheiten in der Bewerbung. Mein Bewerbungsgespräch war total verrückt – ich kannte die beiden ja sehr gut und dieser geschäftliche Umgang für ein Zeitfenster von 10 Minuten war schon etwas seltsam. Wir haben viel gelacht 🙂

DL: Das Casting des neuen Teams war deiner Meinung nach also in Ordnung, so wie es ablief?

Jan: Natürlich, das war in Ordnung. Ich finde es wurde weitestgehend eine geeignete Besetzung gefunden. Der Grund warum ich ‚weitestgehend‘ schreibe ist der, dass es zwar hunderte von Bewerbungen als Moderator gab, aber jeweils nur eine für die Schattenpositionen als Techniker und Cutter. So wurde in den Kategorien genommen was da war. Entsprechende Mitarbeiter sind aber auch wegen Arbeitsverweigerung und sexueller Belästigung schon nach drei bis vier Wochen aus dem Team geflogen. Schade eigentlich, aber das mussten M. und ich damals leider durchsetzen…

DL: Sexuelle Belästigung beim BisaCast? Darf man fragen wie das ungefähr aussah? ^^

Jan: Das sah so aus, dass unser Cutter, nennen wir ihn hier mal „Herr S.“, meiner damaligen Co-Chefmoderatorin zweideutige Komplimente auf sexueller Ebene machte. Nach einiger Zeit kamen Angebote für Treffen und weiterreichende Zusagungen von Herr S. dazu. Herr S. tat das über einen langen Zeitraum und bekam aufgrund immer neuer Übertritte insgesamt drei Chancen sich zu bessern. Wäre es nach mir gegangen, wäre er längst entfernt worden aber M., so herzensgut sie ist, hat ihm immer wieder eine neue Chance gegeben. Ich habe das immer bewundert mit welcher Reife sie an die Sache herangetreten ist 🙂

DL: Klingt ja abenteuerlich. Aber Stichwort M.: Laut der BisaCast-Seite hat M. Anfang September ihren Chef-Moderatoren-Posten an B. abgegeben. Anfang November letzten Jahres hat sie dann den BisaCast komplett verlassen. Hatte das tatsächlich nur private Gründe, wie offiziell behauptet wurde?

Jan: Nein, nicht nur. Die kompletten Hintergründe wollten wir zurückhalten, wobei die privaten Gründe von M. eindeutig überwogen. M. war zwischen vielen Berufen hin- und hergerissen und hatte es schwer, sich auf einen Beruf zu fixieren. Sie war wirklich sehr engagiert! Zuletzt war es das schwierigste, ihren Bundesfreiwilligendienst im Naturpark und ihren Nebenjob in einem Fitnessstudio parallel zum BisaCast zu managen. Ich habe vollstes Verständnis dafür und hoffe dass es M. mittlerweile ein wenig besser hat 😉

DL: Ok. Nun, zu eurer allgemeinen Arbeit beim Cast: Laut den damaligen Bewerbungsinformationen und dem Disclaimer auf bisacast.de (Anmerkung: Dies bezieht sich auf die Website des Bisacast 2.0, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Interviews, nicht mehr online war) distanziert sich Bisafans selbst zumindest inhaltlich vom BisaCast. Durftet ihr denn tatsächlich komplett unabhängig arbeiten?

Jan: Zumindest weitestgehend. Dem Seitenbetreiber war alles egal, solange es läuft. Stress bereitet haben uns nur T.W. und I., jene User, die für den Server verantwortlich sind. Haben wir neue Features für die Webseite eingebaut haben die beiden sie gleich wieder gelöscht und so getan als seien wir Kiddies, die keine Ahnung von Serversicherheit haben. Bei allen Erweiterungen haben wir stets darauf geachtet. Und mit N., als neuem Techniker hatten wir auch immer einen kompetenten Berater mit viel Erfahrung.

DL: Ok, aber inhaltlich hattet ihr keine Vorgaben oder Einschränkungen?

Jan: Nein, inhaltlich konnten wir tun was wir wollten. Wir haben seit jeher inhaltliches stets als Team verabschiedet.

DL: Und gab es dann mal eine Situation, in der ein Verantwortlicher von Bisafans bei euch eingegriffen hat?

Jan: Ja, das war dieser Vorfall mit der BPE der auch große Runde im Internet machte. Das war wirklich eine Schnapsidee vom gesamten Team!

DL: Dies war ja euer erster offizieller Podcast, der, wie du schon angesprochen hast, eine Unstimmigkeit mit der „BPE“ (Bayern Pokémon Elite) nach sich zog. Wie kam es denn zu diesem Podcast? War das so geplant?

Jan: Eigentlich war das nicht so geplant. Im Script stand wirklich nur eine Zeile zu sogenannten „Spielerverbänden“. Und die lautete ungefähr „[…] Erlebnisse und Erzählungen zu Spielerverbänden z.B. BPE […]“. Alles was wir in der Sendung gesagt haben war spontan. Wir haben gesagt, was wir gehört und erlebt haben und das hat sich dann wohl in der Wut über die vorherrschenden Ungerechtigkeiten durch solche Organisationen dermaßen hochgeschaukelt, dass die Berichterstattung skandalös und  unseriös wurde. Das tut mir sehr Leid und ich habe mich auch im Namen des Teams bei  entsprechenden Personen entschuldigt. Nur wollte man sich nicht darauf einlassen weil man mir nicht glaubte. Naja, wie auch immer – Die Sache hat uns über einen langen Zeitraum wirklich geschadet. Dabei besonders mir.

DL: Aber hatte das denn Niemand vor der Veröffentlichung des Podcasts von euch kommen sehen, dass es da Ärger geben könnte?

Jan: Im Nachhinein muss ich eingestehen, dass wir da wahrscheinlich alle ein Brett vorm Kopf hatten. Wenn nicht sogar einen Stahlträger oder Zementblöcke. Man hätte das Ganze ruhiger angehen sollen und sich nicht emotional so mitreißen lassen. Wir hatten eine starre Haltung gegenüber der Spielerverbände und waren alle so erzürnt über deren Methoden, dass wir wohl wirklich vor Wut die Mängel am Cast ganz einfach nicht sehen wollten.

DL: Wie war denn ansonsten die Stimmung innerhalb des BisaCast-Teams im Allgemeinen? War das mehr Heiterkeit oder Stress oder …?

Jan: Naja, das hat sich eigentlich verteilt. N. und C. waren immer heiter. Sie hatten lange Zeit keine Gelegenheit als Notfallmoderator einzuspringen und waren deshalb meistens nur in Teamkonfis da und hatten sonst keine Funktion. Wobei N. immer mit mir an der Webseite gewerkelt hat, das war super nett von ihm 🙂 B. war anfangs als normaler Moderator noch recht neutral eingestellt und M. und ich waren eigentlich immer gestresst. Dabei ich aber eher mehr weil ich seit jeher den ganzen BisaCast komplett alleine Organisiert habe. Alle Aktionen, die Webseite, interne Abläufe, Schnitt etc. stammten schon immer aus meiner Feder. Es war ein 24 Stunden Job.

DL: War diese ungleiche Aufteilung des Aufwands und der „Prominenz“ irgendwann ein Problem im Team?

Jan: Also die Prominenz war an sich kein Thema. M. war immer die Nummer eins bei den Fans, so bezaubernd wie sie immer war. Das wussten wir und haben uns für sie gefreut 🙂 Später, als M. dann weg war, wurde ich immer mehr zum „Wappentier“ des BisaCast. Und wegen der Aufwandsverteilung… Das wurde spätestens nach meinem Zusammenbruch ein Problem. Ich hatte nämlich einen so genannten ‚Burnout‘ und war daher einige Zeit eingeschränkt.

DL: Gibst du da denn Anderen die Schuld, weil sie nicht mitgeholfen haben, oder warst du damit einverstanden, dass die meiste Arbeit an dir hängen blieb?

Jan: Nun, ich bin ein unverbesserlicher Perfektionist, das muss ich leider zugeben. Ich hatte immer sehr hohe Ansprüche gestellt denen kaum jemand ohne weitreichende Erfahrungen im Bereich der Medien nachkommen konnte. Ich wollte immer das bestmögliche aus allem herausholen. Eben so gut wie es ging – daran bin ich letztendlich zerbrochen.

DL: Wie ging denn das übrige Team damit um? Gab es da viel Unterstützung?

Jan: Also ich hätte mir ein wenig mehr Entlastung gewünscht. Über die Zeit sind viele Sachen liegen geblieben die nicht fortgesetzt wurden. Ohne mich war im Cast eigentlich kaum etwas bis gar nichts möglich. Alle haben mir vertraut und lieber auf meinen Segen für etwas gewartet, ehe wir etwas machten anstatt Eigeninitiative zu zeigen.

DL: Nun musstest du ja Ende März 2012 das Team verlassen. Was war denn deiner Meinung nach der Ursprung der Gründe, die zu deinem Rauswurf geführt haben?

Jan: Das war die Einführung einer neuen Moderatorin.

DL: Wie verlief denn dies genau? Wurde sie auch gecastet, wie ihr zuvor?

Jan: Bei uns lief das wie das vorherige Casting – Nur mit der Ausnahme, dass das Moderatorinnen-Casting so gut angekommen ist wie die Techniker- und Cuttersuche des Retro-Cast. Wir hatten durch die Vorgabe, dass wir nur Mädchen gesucht haben leider nur eine Bewerbung erhalten. Wir hatten uns eigentlich eine erfahrenere Person mit kreativen Ideen und großem Teamgeist gewünscht.

DL: Liege ich richtig, wenn ich da zwischen den Zeilen lese, dass du die neue Moderatorin für nicht geeignet hieltst?

Jan: Anfangs war sie sehr nett und zuvorkommend bei der Arbeit im BisaCast aber mit der Zeit wurde sie immer abweisender mir gegenüber und schon bald war von ihren einst so positiven Eigenschaften kaum noch etwas zu spüren. Das fand ich sehr schade.

DL: Wie hat das denn eure Zusammenarbeit weiter beeinflusst? Gab es da dann auch interne Auseinandersetzungen?

Jan: Ja, die gab es leider. Ich und die neue Moderatorin waren eine Zeit lang die kreativen Köpfe im Team und haben gemeinsam einiges auf die Beine gestellt. Hinterher war es dann so, dass wir immer verschiedener Meinung waren. Sie hat meine Ideen und Vorschläge in den Teamkonfis grundsätzlich torpediert. Ich war erschrocken über diesen Wandel!

DL: Habt ihr, oder jemand Anderes, dann versucht die Situation irgendwie zu lösen?

Jan: Natürlich. Ich habe versucht mit ihr zu reden, habe sie gefragt was los ist aber ich habe nie wirklich Antworten bekommen. Ich kam einfach nicht zu ihr durch. Ich habe lange überlegt was ich falsch gemacht haben muss, dass sie so zu mir war. Zu einem Ergebnis bin ich nie gekommen. Ich habe mir eigentlich immer gewünscht, die „alte“ wieder im Team zu haben.

DL: Es gab ja im BisaBoard vermehrt Vorwürfe, dass ihr auf Kritik zu wenig eingeht, nicht nur gegen dich. Wie ist dazu deine Meinung im Nachhinein?

Jan: Auf Kritik sind wir immer eingegangen und haben dazu Stellung genommen. Die Vorwürfe wir seien nicht drauf eingegangen haben wir als klares Cybermobbing gegen uns empfunden. Die Kommentare, auf die wir nicht eingegangen sind, waren voller Beleidigungen. Das haben wir nicht toleriert und haben uns geeinigt fiese Kommentare schlichtweg zu ignorieren. Die Kommentarschreiber haben uns letztendlich deshalb sogar Zensur und Kritikunfähigkeit angedichtet. Die Leute, die so was getan haben waren aber Standard-Hater wie man sie bei jedem Projekt findet. Das ist zwar schade gewesen aber so was kommt nun mal eben vor 🙁

DL: Kurz vor deinem Rauswurf gab es ja wieder eine Diskussion hinsichtlich eurer Kritikfähigkeit, bei der du u. A. gesagt hast, du würdest das Forum nicht mögen. Hatte dies direkt mit deinem Rauswurf zu tun?

Jan: Nein, das hatte keinen Zusammenhang mit meinem Rauswurf. Ich habe mich in dem Vorfall schon ein wenig hart geäußert, das gebe ich ja zu. Aber im Grunde habe ich damit für das ganze Team gesprochen. Der ganze Druck und das Mobbing aus den Reihen des Forums – sogar durch Moderatoren und Admins – hat uns wirklich sehr belastet. Und da ist es einfach aus mir herausgeplatzt. Ich wollte damit nicht einzelne Leute kritisieren sondern die Zustände im BisaCast-Bereich. Wenn sich bestimmte User dadurch persönlich verletzt gefühlt haben tut es mir Leid, das war nicht mein Ziel.

DL: Was war dann letztlich der Vorfall, der dazu geführt hat, dass du das Team verlassen musstest?

Jan: Es war so, dass ich aufgrund meines Burnouts kurzzeitig ausgeschieden bin und für diesen Zeitraum meinen Chefposten an N. abgegeben habe, damit er meine Aufgaben fortführt. Absichtlich habe ich nicht der neuen Moderatorin diesen Posten gegeben, da ich damals schon den Verdacht hatte, da könnte etwas im Busch sein. Wie auch immer, als ich zurückkehrte sollte ich meinen Posten zurück erlangen. Das war schon Tage vorher mit N. abgesprochen gewesen und alles war in trockenen Tüchern. Als wir dann allerdings die Teamkonferenz hatten, hat die Moderatorin die Postenübergabe torpediert: Sie hat meiner Ansicht nach allen möglichen Mist von sich gegeben um zu verhindern, dass ich wieder in gewohnter Funktion beitrete. Sie sagte unter Anderem, man könne mir nicht die Führung überlassen da ich als 16-jähriger nicht rechtlich für den BisaCast einstehen könne. Dann nominierte sie B. als alleinigen Chef. Dazu muss ich sagen, dass sie und B. zu der Zeit bereits ein Paar waren, und daher immer die selbe Meinung vertraten. B. hat natürlich dankend als nun alleiniger Chef ihren Vorschlag angenommen. Und das war der Knackpunkt: Damit war Teamintern eine „Diktatur“ entstanden. Der verliebte Kollege hat sich fortan alles von ihr vorschreiben lassen. Mir schien es so, als würden er und sein Handeln vollständig von der neuen Moderatorin bestimmt. Ich habe mit Beiden, B. und der Moderatorin, etliche Gespräche geführt und sie darauf hingewiesen, dass ich darin ein Problem sehe. B. hat immer alles zurückgewiesen. Sein Argument war immer, „Ich bin halt verliebt.“ und damit waren die Gespräche für ihn beendet. Sie hingegen wurde immer ausfallend und aggressiv. Wahrscheinlich gefiel es ihr nicht, dass ich einen Vorsatz in ihrem Handeln sah: Denn da ich nicht mehr Chefmoderator war, hatte ich keinen Kündigungsschutz mehr. Als ich dann nicht nach ihrer Pfeife tanzen wollte, hat sie überraschend eine Sonderkonferenz eröffnet und von B. eine klare Entscheidung zwischen ihr und mir gefordert. Er hat natürlich nicht lange gezögert und mich rausgeschmissen. Hätte ich meinen Posten noch gehabt, wäre ihm das nicht möglich gewesen. Wie es so weit kommen konnte, weiß ich nicht. Man mag jetzt vielleicht denken, das war’s vom Thema BisaCast 2.0 aber nein, da kam noch mehr seitens des Teams. Traurige Sache…

DL: Gab es denn da keinerlei Intervention bei diesen Vorgängen seitens Bisafans?

Jan: Ich habe versucht zu retten, was zu retten war – aber scheinbar hat die neue Moderatorin vorher dem Seitenbetreiber von Bisafans gemailt. Was in der Mail stand weiß ich nicht, aber sie hat zur Frontenverhärtung zwischen mir und dem Seitenbetreiber beigetragen. Ich wüsste zu gern, was da Sache war…

DL: Wenn man dich nun fragen würde, ob du zum BisaCast zurückkehren möchtest, wie würdest du antworten?

Jan: Gerne. Nur dann bitte mit einer kompletten Neubesetzung an meiner Seite.

Allerdings habe ich ja zurzeit eh ein anders Projekt laufen weshalb ich nicht glaube, Zeit für einen neuen BisaCast zu haben.

DL: Seit deinem Abgang sind ja mehrere Inhalte, wie z. B. ein Podcast und die Videos eures Pokémon VGC-Berichts offline. Was hat es denn damit auf sich?

Jan: Das ist das Resultat eines Urheberrechtsstreites zwischen dem Team und mir. Da muss ich aber direkt nach dem Rauswurf ansetzen: Direkt nach dieser Sonderkonfi wurde eine News beim BisaCast geschaltet. Das hat mich sehr geärgert! Inhaltlich war diese nach dem Motto, endlich sind wir diesen Tyrannen los!, gestaltet und das hat mich wirklich gekränkt! Auch wenn man keinen gemeinsamen Weg mehr geht sollte man doch noch einen Hauch von gegenseitiger Achtung haben.

Am nächsten Tag hat mich dann B. auf meinem Handy angerufen. Er hat von mir verlangt, dass ich alle meine Geschäftskontakte an ihn aushändige. Ich habe ihn natürlich gefragt, ob er einen Knall habe. Dann, einige Tage später habe ich eine Nachricht von B. bekommen. Im Original stammte sie von der neuen Moderatorin und sollte nur von ihm weitergeleitet werden. Die Nachricht war vollgestopft mit Beleidigungen übelster Sorte – Ich war total erschrocken! So eine Sprache war ich beim besten Willen von ihr nicht gewohnt! Ich habe mich dann jedenfalls bei B. beschwert, warum er mir so etwas weiterleite, und ob er das erwachsen fände. Er hat darauf nur gesagt „Soll ich dir nur ausrichten ;)“. Daraufhin habe ich den Seitenbetreiber informiert, dass er sich diesbezüglich an die neue Moderatorin wendet. Keine halbe Stunde später habe ich dann einen Anruf von ihr erhalten. Sie hat mich angeschrien, beschimpft bis aufs Blut. Zugegeben, die Hälfte habe ich nicht verstanden, da sie immer auf Bayerisch geflucht hat. Jedenfalls hat sie versucht mich einzuschüchtern und hat mich für den herannahenden Untergang des BisaCast verantwortlich gemacht. Wobei das – wie ich finde – völliger Unfug ist. Das hat sie sich selber zuzuschreiben. Am Tag darauf habe ich mich jedenfalls über meine Rechte erkundigt: Denn so wie die mit mir umgegangen sind, wollte ich ihnen nicht länger meine Grafiken, Texte, und meine Stimme in den alten Podcasts zur Verfügung stellen. Und komplett verleugnet wurde ich auch. Mit keinem Wort war ich mehr erwähnt aber meine Arbeiten haben sie immer noch für sich beansprucht. Ich habe den BisaCast und Bisafans um die Löschung gebeten. Die haben mich aber nur müde belächelt und die Forderung abgelehnt. Die sagen einfach, ich hätte keinen Anspruch und ignorieren mich seitdem. Ich könnte klagen und hätte 100% Siegeschance vor Gericht. Nur leider müsste man einen Urheberrechtsstreit als Zivilprozess führen und das kann ich nicht, da ich nicht 18 bin und auch nicht genügend Geld habe.

Das ist die Ungerechtigkeit in Deutschland. Einfach nur traurig! Jedenfalls habe ich dann selbstständig alle Inhalte auf die ich noch Zugriff hatte, gelöscht.

DL: Du sagtest vorhin, du hast derzeit ein neues Projekt am Laufen. Magst du uns noch kurz erzählen worum es sich dabei handelt?

Jan: Natürlich, gerne. Mit einem neuen Team hauche ich meiner ehemaligen Pokémon-Newsshow „KrairakunTV“ wieder neues Leben ein. Das war das Projekt, welches ich für den BisaCast aufgegeben hatte. In der Show jedenfalls stellen wir monatlich die Aktuellen News vor und zeigen Beiträge wie zum Beispiel die Sendereihe „VS.“ in der mein Co-Moderator und ich uns á la „Elton VS Simon“ spannende Wettkämpfe liefern – Mal mit, mal ohne Pokémon-Inhalte. Wir wollen also ganz klar Pokémon mit News und jeder Menge Spaß präsentieren. Die Dreharbeiten haben bereits begonnen. Wir haben sogar ein eigenes Homestudio, professionelles Equipment und auch tolles Mobiliar, welches speziell für die Sendung gemacht wurde. Es lohnt sich auf jeden Fall zum Showstart um den 17. Juni mal www.youtube.de/krairakuntv einen Besuch abzustatten.

DL: Gut, dann freuen wir uns schon mal darauf und danken dir herzlich für das Interview!

Jan: Bitte sehr, hab ich gerne gemacht 😉

4 Gedanken zu „Interview mit Jan Syurichu

  1. Hallo ihr Lieben und dankeschön dass ihr Rufmord betreibt!

    Jan, ich dachte du würdest irgendwann mal das Thema ruhen lassen.
    Was bringt es dir, dass du jetzt Rufmord betreibst?

    Liebes Pokedex.de-Team, ich weiß dass ihr einen Hass auf bisafans.de und bisacast.de habt. Ich habe da nur eine Frage und bitte euch um eine ehrliche Antwort: Was nervt euch denn bitte so sehr, dass ihr Beihilfe zu einer Straftat macht?

    Ich BITTE euch im Namen des ganzen Castes, den Artikel zu löschen!

    Hochachtungsvoll,
    Sebastian Wolff

    • Hallo!

      Zuerst einmal, danke für deinen Kommentar.
      Allerdings weisen wir den Vorwurf, wir würden Rufmord betreiben, klar zurück.
      Jan hat uns glaubhaft versichert, dass er sich bei seinen Äußerungen immer an die Wahrheit gehalten hat, und es ist nicht verboten, die Wahrheit zu sagen.

      Weiters weisen wir den Vorwurf zurück, dass das Pokédex.de-Team als Ganzes oder eine einzelne Person in diesem, auf bisafans.de oder bisacast.de einen Hass hätten.
      Wir halten Bisafans und den Bisacast für eine wichtige und für das Pokémon-Fandom ohne Frage relevante Plattform, die wir aus diesem Grund auch sorgfältig und mit großem Interesse verfolgen.

      Wir halten es für wichtig, dass die täglich mehreren tausend Besucher (im Jargon von Bisafans meistens „Fans“ genannt) von Bisafans darüber informiert werden, warum Jan so plötzlich und ohne Erklärung den Bisacast verlassen musste. Deswegen haben wir ihn um dieses Interview gebeten, bei dem es, entgegen deiner Anschuldigung, keinesfalls darum geht, irgendwem zu schaden.

      Außerdem wollten wir Jan eine Chance geben, seine Sicht der Dinge zu schildern. Zu diesem Zweck schien es ihm und uns auch nötig, die Geschichte dahinter zu erzählen. In diesem Zuge bieten wir natürlich auch jedem anderen Beteiligten, und somit auch dir, an, sich bei uns dazu zu äußern und seine Sicht der Dinge zu schildern.

      Wir möchten noch einmal betonen, dass wir lediglich informieren und Niemandem schaden wollen. Damit begehen wir keine Straftat und würden dies auch niemals wissentlich tun.

      Nichts desto trotz, werden wir, als Zeichen des guten Willens, sämtliche Namen von Personen entfernen bzw. verkürzen, um sicherzustellen dass auch Niemand zu Schaden kommt.

      Den Artikel werden wir aber trotzdem weiter online lassen, da wir es wie gesagt für wichtig halten, dass Jan sich äußern kann. Wir bitten dies zu akzeptieren!

    • hahahahahhaha Sebastian…

      Dass _du_ mit Rufmord um dich schmeisst, aber vom Rest des Teams nie eine offizielle Entschuldigung für den Rufmord gegenüber der BPE erfolgt ist, find ich interessant… Jan hat sich entschuldigt, ja, aber ihr sitzt alle mit dadrin. Es war zu Beispiel unglaublich lächerlich, dass ihr scheinbar unisono entschieden habt, bei der VGC nicht über die Masters zu berichten, weil da Blauhemden mitspielen und Exmoderatorin Asaki sogar von Bisacast-Mitgliedern gesagt wurde, dass sie sie hassen, weil sie ein Blauhemd trägt 😀

      Pack dir bitte erstmal an die eigene Nase, bevor du anderen unbegründet Rufmord unterstellst.

  2. Schade, dass ich erst jetzt auf diesen Beitrag stoße, denn er ist ziemlich informativ.
    Ich verfolge den BisaCast und seine Projekte bereits seit seinen aller ersten Ausgaben und möchte nun mal mein „öffentliches“ Bild zu diesem Interview mitteilen.

    Die erste Aufnahme vom Cast 2.0 war vermutlich auch die erste und einzige, die ich nie gehört habe. Deshalb fehlt mir hier der Zugang.
    Was ich mir allerdings angehört habe, war das von Jan kurz danach veröffentlichte YouTube Video, in dem er eine halbe Stunde lang alle Vorwürfe gegenüber der PBE verschärfte.
    Es handelte sich dabei um eine von Jan häufig eingesetzte Taktik eine unliebsam gewordene Gruppe von Menschen durch ein anderes Medium öffentlich zu demütigen.
    Wie auch immer man nun zum Spieleverhalten anderer stehen mag … diese Konfrontation wurde ganz sicher nicht professionell gelöst.
    Inzwischen ist dieser „Beweis“ natürlich vom Netz genommen worden, damit man sich selbst als Opfer bezeichnen kann.

    Hinzu kommen für mich zwei weitere Veröffentlichungen, die leider ebenfalls beide nicht mehr abrufbar sind:
    Das wäre der Pokemon Day Tourbericht auf der alten BisaCast Seite und die
    Weihnachts/Neujahrsausgabe.
    Vom freundschaftlichen Umgang zwischen „K.“ und „J.“ war leider wenig zu hören.
    Mir kam es eher so vor, als würden sich zwei Menschen gegenüberstehen, die sich zurückhalten mussten, um nichts beleidigendes auszusprechen.
    Warum also im Interview von einer Harmonie gesprochen wird, kann ich nicht nachvollziehen.

    Nun komme ich aber zu meinem Lieblingsteil: Dem Führungsstil.
    Jan hat sicherlich einen großen Beitrag zum BisaCast 2.0 geleistet und diese Leistung darf ihm auch weiter zuerkannt werden.
    Wenn ich jedoch die Resultate betrachte, glaube ich ein Motiv klar zu erkennen: Selbstdarstellung.

    Wer über sich selbst schreibt „der jedem in der Pokemon-Szene ein Begriff ist“ und dann im Tourbericht seine erstaunte Schwester erwähnt, die von seiner „Berühmtheit“ beeindruckt ist, kommt nun mal sehr in sich selbst verliebt beim Leser rüber.

    Auch in den Casts traten immer wieder Aussagen nach dem Schema „Es ist so weil ich es sage“ auf.
    Derartiges gab es schon im alten Bisacast, aber dort verstanden es die Moderatoren besser solche Einwürfe witzig und mit etwas mehr Charm auszusprechen.

    Als Hörer war für mich immer klar, dass Jan bewusst an vorderster Front stehen wollte. „Nebenmoderatoren“ wurden stets forsch als „untergeordnete“ Mitarbeiter in den Casts beschrieben. Außerdem ist in den neuen Casts der Kommunikation zu entnehmen, dass sich die Personen nicht leiden können, und immer wieder Sticheleien die Sachthemen unterbrechen. Ein „Chefmoderator“ sollte solche Konflikte jedoch zu lösen wissen.

    Getoppt wird der Personenkult noch durch die Verteilung von selbst gedruckten
    Portrait-Sammelkarten mit limitierter Auflage …

    Leider führt dies zusammen mit dem erwähnten „Perfektionismus“ oft zu genau dem beschriebenen Effekt: Die anderen wollen dann immer weniger tun, wenn ohnehin genau einer vorne steht.

    Ärgerlich finde ich es jedoch, wenn das ernste Bild eines Burnouts herangezogen wird, um das eigene Schmollen und die selbst geschaffenen Konflikte in der Öffentlichkeit zu rechtfertigen.

    Und jetzt bietet sich ein neues Schauspiel:
    Junge Pokemon-Trainer tragen keine Freundschaftskämpfe mehr aus, sondern diskutieren vor dem Internet-Gericht Rechtsübertretungen und erbitten Strafverfolgung für die Gegenpartei. Per Klick wird vernichtet, was mühsam zeitaufwendig zusammengetragen wurde.

    Ich freue mich jedoch, dass Jan seinen „Burnout“ so gut überstanden hat und nun in seinem „neuen Projekt“ mit ganzer Kraft über das alte Team lästern kann.

    Für den BisaCast wünsche ich mir nur eines: Dass er wieder wird, was er schon war: Ein Pokemon-Podcast, der Freude am Spiel in einer unbeschwerten Welt vermittelt.
    Er darf lustig, heiter und freundschaftlich sein, aber auch unausgereift, naiv und ohne tieferen Sinn … niemand verlangt Perfektion.

    Großmutters Spruch möchte ich hier auch noch anbringen:
    „Wer im Leben kleinlich ist, zu dem ist auch das Leben kleinlich.“

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